Pressemitteilung vom 02.08.2017

Vorwürfe der Hilfsorganisationen gegen die Feuerwehr Hamburg und die aktuelle Berichterstattung in den Medien

Mit Erstaunen haben wir die Berichterstattung der letzten Tage und die Vorwürfe gegen die Feuerwehr Hamburg zur Kenntnis genommen. Der Berufsverband Feuerwehr und die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft können in diesem Zusammenhang nur feststellen, dass mitnichten auf Seiten der Feuerwehr Hamburg aus Profitgier, Notfalleinsätze den Hilfsorganisationen vorenthalten werden, da das System der Daseinsvorsorge per se nicht gewinnorientiert aufgestellt ist. Dieses lässt sich anhand der transparenten Darstellung in den Haushaltsplänen der Hamburger Bürgerschaft nachvollziehen. 

Mit Erstaunen haben wir die Berichterstattung der letzten Tage und die Vorwürfe gegen die Feuerwehr Hamburg zur Kenntnis genommen. Der Berufsverband Feuerwehr und die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft können in diesem Zusammenhang nur feststellen, dass mitnichten auf Seiten der Feuerwehr Hamburg aus Profitgier, Notfalleinsätze den Hilfsorganisationen vorenthalten werden, da das System der Daseinsvorsorge per se nicht gewinnorientiert aufgestellt ist. Dieses lässt sich anhand der transparenten Darstellung in den Haushaltsplänen der Hamburger Bürgerschaft nachvollziehen. Die Interessenlage der Hilfsorganisationen hingegen scheint nur einer wirtschaftlichen Betrachtung zu folgen, wie in dem geschilderten Fall vom 01. Juni 2017. Ansonsten hätte der Einsatz des ASB-Rettungswagen zum Nachteil des Hilfesuchenden so nicht stattfinden dürfen. Dieses ergibt sich auch aus der örtlichen Nähe des Feuerwehr-Rettungswagens 15 RTWE und der chronologischen Abfolge der uns bekannten Zeitstempel und der dokumentierten Einsatzeröffnung in der Rettungsleitstelle.

So wurde die Rettungsleitstelle erst um 05:10 Uhr durch die Telefonisten des ASB über den Einsatz im Hamburger Wagrierweg informiert, sprich mit einer Verzögerung von 7 Minuten. Also mitnichten wie behauptet gleichzeitig. Hinzu kommt, dass der Rettungswagen des ASB laut dem im Fernsehen gezeigten Protokoll, von dem Hilfeersuchen bis zum Eintreffen ganze 13 Minuten brauchte, im Gegensatz zur Feuerwehr, die 11 Minuten nach Alarmierung am Notfallort war. 

Die Darstellung der Hilfsorganisationen wird den vielen engagierten und pflichtbewussten Feuerwehrleuten, Disponenten, Rettungssanitätern, Rettungsassistenten und Notfallsanitätern der Feuerwehr nicht gerecht, und was noch viel schlimmer wiegt, ist das den Hilfesuchenden in unserer Stadt suggeriert wird, dass nicht die schnellstmögliche Hilfe Vorort ist, wenn diese benötigt wird.

Deshalb appellieren wir, der Berufsverband Feuerwehr und die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft eindringlich, bei Notfällen stets die europaeinheitliche Notrufnummer 112 zu wählen, denn nur unter dieser Nummer laufen alle Drähte zusammen, die eine optimale Hilfe garantieren und die bestmögliche Disposition der verfügbaren Kräfte sicherstellen.

Für den Vorstand

Daniel Dahlke

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Pressemitteilung 23.03.2017

Feuerwehr Hamburg für G20-Treffen schlecht gerüstet?

Am 7. und 8. Juli 2017 findet das G20-Treffen in Hamburg statt. Es wird nun nach außen offensichtlich, was vielen Kolleginnen und Kollegen schon lange klar war: Die Feuerwehr wird nicht als wichtiger Teil der Sicherheitsarchitektur gesehen!

So musste und muss die Feuerwehr lange Verzögerungen bei Ausrüstungsgegenständen wie Kohlenmonoxidwarner oder bei der Neubeschaffung des Löschboots in Kauf nehmen. Ebenso wurde zwar bei der Polizei, nicht aber bei der Feuerwehr die Bezah-lung für Nacht- und Wochenenddienste angehoben, obwohl auch die Feuerwehrleute in den Wochen bis zum G20-Treffen verdichtete Dienst-pläne haben. Nun erfahren die Kolleginnen und Kollegen eine neue Dimension des Umgangs mit der Feuerwehr, die eine direkte Auswirkung auf ihre Gesundheit, wenn nicht gar auf ihr Leben haben könnte. Der Berufsverband Feuerwehr kritisiert seit längerem die nicht vorhandene Ausrüstung und die fehlende einsatztaktische Ausrich-tung der Hamburger Feuerwehr für Sonderlagen (Amok/Terror/Anschlag) aufs schärfste.

 

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Pressemitteilung: 27.09.2016 - Staatsanwaltschaft lässt verletzten Feuerwehrbeamten im Stich

Alkohol und Drogen sind offensichtlich für die Oldenburger Staatsanwaltschaft ein Freifahrtschein für Angriffe auf Rettungskräfte?

Nachdem vor kurzem ein Beamter der Berufsfeuerwehr Delmenhorst bei einem Rettungsdiensteinsatz von dem zu versorgenden Patienten angegriffen und verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg das Verfahren nach wenigen Tagen eingestellt.
Seitens der Staatsanwaltschaft wird in einem Anschreiben an den betroffenen Kollegen lapidar mitgeteilt, dass kein öffentliches Interesse in einer Strafverfolgung gesehen wird.
Die Einschätzung des Staatsanwalts Eiser ist für den Berufsverband Feuerwehr (BvFw) nicht nachvollziehbar. Angriffe auf Staatsbedienstete stellen stets eine besondere Art der Gewalt auch gegenüber dem Staat dar. Eine konsequente Strafverfolgung ist hier erforderlich. Der betroffene Kollege wird durch die Justiz hier nochmals zum Opfer gemacht. Es suggeriert Tätern wie Opfern die Nichtigkeit solcher Handlungen.
Für uns ist es nicht hinnehmbar, dass die Justiz solche Verfahren wegen fehlendem öffentlichen Interesse einstellt, was darauf hindeutet, welchen Stellenwert Rettungskräfte für den verantwortlichen Staatsanwalt haben, wenn Tätern quasi ein Freifahrtschein ausgestellt wird.
Der Berufsverband Feuerwehr fordert alle Beteiligten in Politik und Justiz auf, konsequent gegen die Täter vorzugehen.

Der Vorstand

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Pressemitteilung Verschmelzung BvFw und DFeuG

+++DFeuG und BvFw gehen gemeinsame Wege+++

Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) und der Berufsverband Feuerwehr (BvFw) planen den Zusammenschluss.
Zukünftig werden die Interessen der Kolleginnen und Kollegen von Berufs- und Werkfeuerwehren, des Rettungsdienstes und der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr unter dem Dach der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft vertreten.

Mit dem Zusammenschluss wird die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft die mitgliederstärkste Fachgewerkschaft im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr.

„Immer an der Basis“

Getreu diesem Motto ist der Zusammenschluss nicht nur zeitgemäß und zukunftsorientiert, sondern vielmehr die logische Konsequenz der jahrelangen Arbeit von Feuerwehrleuten für Feuerwehrleute an den einzelnen Standorten.

So geeint können wir für die Durchsetzung unserer gemeinsamen Interessen gestärkt den öffentlichen und privaten Arbeitgebern sowie der Politik gegenübertreten.

Ingo Schäfer                                                       Olaf Reichelt
Bundesvorsitzender DFeuG                                  Vorsitzender BvFw

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Pressemitteilung des Berufsverband Feuerwehr zum Schiffsbrand auf der ARAUCO

Brand auf der CCNI Arauco gelöscht – Engagierte Hamburger Feuerwehr trotz ihren Ausstattungsdefiziten

Der Einsatz der Feuerwehrkräfte war mit 83 Stunden außergewöhnlich lang. Dennoch war die Situation auf der CCNI Arauco zu keiner Zeit außer Kontrolle. Von einer drohenden Katastrophe kann keine Rede sein. Die Politik ist aber aufgefordert, den Brandverlauf genau zu analysieren und sichtbare Ausstattungsmängel bei der Hamburger Berufsfeuerwehr abzustellen.

Der Brand auf dem Containerriesen CCNI Arauco war eine große Herausforderung für Personal und Material der Hamburger Feuerwehr. Die zum großen Teil bekannten Defizite wurden erneut in Erinnerung gerufen. Vor allem die zu dünne Personaldecke und das seit Jahren fehlende große Löschboot. Dabei sind Schiffe in der Größenordnung der Arauco mittlerweile Standardbesucher im Hamburger Hafen und gehört schon lang nicht mehr zu den größten Einheiten. Das am Rossdamm stationierte Hafen-Löschfahrzeug fiel im Februar 2014 dem Personalmangel und der Umstrukturierung ersatzlos zum Opfer. Ebenfalls fehlt der vom Berufsverband Feuerwehr (BvFw) geforderte Bereitschaftszug, um eine so personalintensive Einsatzlage zu entzerren.
Deshalb konnten die erschöpften Einsatzkräfte, nicht wie üblich bei solchen Lagen, nach 4 bis 6 Stunden aus dem Einsatz herausgelöst werden. Durch das Zusammenziehen der Einsatzkräfte im Hafen, wie dem zeitgleichen Großfeuer in der Süderstraße wurde sehr deutlich, wie schmal der Grat ist, auf dem sich die Feuerwehr zurzeit bewegen muss.

Die angeblichen Verzögerungen beim Einsatz des Schaummittels sind durch die logistische Herausforderung, eine so große Menge an Schaummittel zu organisieren und im Einsatzfall zu nutzen, gut begründet. Der BvFw fordert die politisch Verantwortlichen auf, dies aufzuarbeiten.

Der BvFw sieht keinerlei Anlass zur Kritik an dem einsatztaktischen Vorgehen der Feuerwehr. Jede Einsatzlage entwickelt sich dynamisch. Getroffene Maßnahmen müssen kontinuierlich an die sich ändernde Gesamtlage angepasst werden. Genau dies führte, auch in diesem Fall zum Erfolg.

Der Vorstand

 

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