Eine Stimme für die Feuerwehr: Berufsverband und Gewerkschaft verschmelzen zur größten Interessenvertretung hauptamtlicher Feuerwehrleute

Im Rahmen ihrer Bundeshauptversammlung haben die Deutscher Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG)
und der Berufsverband Feuerwehr (BVFw) einen Verschmelzungsvertrag unterschrieben. Einstimmig
und unter großem Applaus der Delegierten wurde damit der Weg zur größten Interessenvertretung der
hauptamtlichen Feuerwehrleute in Deutschland geebnet.

Ingo Schäfer, Vorsitzender der DFeuG, zeigte sich nach der Unterzeichnung erfreut: “Endlich ist
zusammen, was zusammen gehört! Wir haben uns zehn Jahre lang parallel in die gleiche Richtung
entwickelt und verfolgen die gleichen Interessen”.
Ihm pflichtet Olaf Reichelt, Vorsitzender des BVFw, bei: “Wir haben jetzt gebündelte Kompetenzen und
eine große Mitgliederzahl im Rücken. Damit können wir die Arbeitsbedingungen unserer
Feuerwehrleute verbessern und sie vor Willkür der Arbeitgeber oder Dienstherren schützen.”
Der Berufsverband Feuerwehr hatte sich besonders in Norddeutschland etabliert während die Deutsche
Feuerwehr-Gewerkschaft im übrigen Bundesgebiet aktiv ist. Durch die Verschmelzung wird die
Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft rund 7000 Mitglieder aus Berufs- und Werkfeuerwehren vertreten
und beraten. Als mitgliederstärkste Interessenvertretung kann die Gewerkschaft Tarifverträge
verhandeln und auch in politischen Gremien Einfluss nehmen.
“Der Feuerwehrberuf muss wieder attraktiv werden! Diejenigen Menschen, die jeden Tag ihr Leben für
Andere aufs Spiel setzen müssen optimale Arbeitsbedingungen haben und gegen die gesundheitlichen
Risiken bestens geschützt sein.”, stellt Schäfer klar.
Nach ihrem Motto “Von der Basis für die Basis” engagieren sich ausschließlich Feuerwehrleute in der
DFeuG und haben dabei auch die rund 1 Millionen ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Blick.
Reichelt dazu: “Immer öfter werden freiwillige Feuerwehren über die Maßen strapaziert um
Einsparungen bei hauptamtlichen Feuerwehren zu kompensieren. Sowohl technisch als auch personell
müssen die Feuerwehren hier verstärkt werden um gefährlichen Entwicklungen frühzeitig zu begegnen.”
Zu den ausdrücklichen Zielen der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft zählt u.a.

  •  Ihre Mitglieder gegenüber Parlamenten, Regierungen auf Landes-, Bundes- und Europaebene,
    sowie gegenüber den jeweiligen Arbeitgebern zu vertreten und zu unterstützen
  •  Bei der Gestaltung der Arbeits- und Gehaltsbedingungen ihrer Mitglieder, u.a. durch den
    Abschluss von Tarifverträgen, unter Anwendung der zur Verfügung stehenden Mittel,
    mitzubestimmen
  • Auf den Schutz der Allgemeinheit vor Mängeln in Qualität und Motivation der Feuerwehren, als
    Voraussetzung für eine hochwertige und qualifizierte nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr,
    hinzuwirken
  • Die Öffentlichkeit über die Tätigkeit der Feuerwehrleute, die Spar-, Umstrukturierungs- und
    Neuorganisationsmaßnahmen der Politik bei den Feuerwehren und deren Folgen zu informieren
  • Das Ansehen der Feuerwehren und ihrer Mitglieder, die Sensibilisierung der Bevölkerung,
    hinsichtlich möglicher Gefahren, zu fördern
  • Sich für die Förderung und Wahrung der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, ökologischen,
    sozialen und kulturellen Berufsinteressen ihrer Mitglieder einzusetzen
  • Sich gegen den Missbrauch des Ehrenamtes und des Engagements der Mitglieder der
    Freiwilligen Feuerwehr für Einsparungen und Reduzierungen bei den hauptberuflichen
    Feuerwehren einzusetzen

Für weitere Fragen oder Interviewünsche wenden Sie sich bitte an Tobias Thiele
Pressesprecher DFeuG
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0171 30 33 440

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