Pressemitteilung 01.09.2016

Ortsverband Delmenhorst:

Angriffe auf Feuerwehrmitarbeiter Helfer wurden zu Opfern

 

Jüngst wurde während eines Einsatzes ein Beamter der Berufsfeuerwehr Delmenhorst mehrfach geschlagen und dabei verletzt.

Immer wieder kommt es im Rahmen von Feuerwehreinsätzen und speziell im Rettungsdienstsektor zu Übergriffen. Aufgrund des neuerlichen Vorfalls fordert der Berufsverband Feuerwehr:

- Eine verlässliche Ausbildung in punkto Deeskalation und dies in den Lehrplan der Grundausbildungslehrgänge aufzunehmen,

- sowie die Rettungsdienstmitarbeiter an den Feuer- und Rettungswachen zu schulen. Als wichtig erachten wir die Lehrinhalte von deeskalierender Kommunikation, sowie einfacher Abwehr- und Haltetechniken (Selbstverteidigung).

- Der Berufsverband Feuerwehr möchte weiterhin vorschlagen, das Rettungsdienstprotokolls um ein Erfassungsprotokoll für die Fragestellung der körperlichen und verbalen Gewalt zu ergänzen, um eine genauere statistische Fallerhebung zu gewährleisten. Die momentan verwendeten Vordrucke und damit verbundener administrativer Aufwand wird von den Kolleginnen und Kollegen auf Grund der hohen Auslastung im Dienst nicht oder nicht genügend angenommen, um verlässliche Fallzahlen zu erheben.

Eine Straftat gegen den bzw. die Täter von Übergriffen auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter muss vom Dienstherrn zur Anzeige gebracht werden.
Diese Forderungen und Vorschläge ergeben sich für den Berufsverband Feuerwehr allein schon aus der Fürsorge- und Arbeitgeberpflicht und die Stadt muss hier tätig werden, um ihre Helfer zu schützen!

Der Vorstand

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