Pressemitteilung 22.06.2016 (BiR-Kundgebung)

Im Juni 2016 enden die ersten Arbeitsverträge der Beschäftigten im Rettungsdienst der Feuerwehr Hamburg.

Innensenator Andy Grote (SPD) hat im Vorwege keinerlei Gesprächbereitschaft gezeigt und lässt die Verträge demnach kommentarlos auslaufen.
Hier handelt Senator Grote entgegen der vereinbarten Ziele des hamburgischen Koalitionsvertrages!

116 Rettungsfachkräfte (gut ausgebildete Rettungsassistenten-/ Innen und Notfallsanitäter-/ Innen) müssen gehen und werden dem hamburgischen Rettungsdienst zukünftig fehlen.

Aus diesem Grund veranstalten der Fachbereich „Beschäftigte im Rettungsdienst“ des Berufsverbandes Feuerwehr e.V. und die Ver.di eine gemeinsame Kundgebung.

Wann: Donnerstag 23.Juni 2016 um 15:30 auf dem Rathausmarkt

 

 

Auflistung der auslaufenden Arbeitsvertrage:

2016 – 26 BiR*
2017 – 68 BiR*
2018 – 22 BiR*

Diese Größenordnung entspricht etwa einer Feuer- und Rettungswache ohne Sonderfahrzeuge (vergl. Feuer- und Rettungswache F11 – Innenstadt).

Ab 2018 beginnt die „Pensionierungswelle“ bei der Feuerwehr Hamburg.
Das AGBF-Schutzziel kann schon heute nicht eingehalten werden.
Die Einsatzzahlen der Rettungsdiensteinsätze und in der Techn. Hilfeleistung sowie in der Brandbekämpfung steigen kontinuierlich Jahr für Jahr.
116 hochmotivierte und gut ausgebildete Rettungsdienstmitarbeiter müssen die Feuerwehr Hamburg verlassen, obwohl ihnen etwas anderes suggeriert wurde.

Herr Innensenator Grote, wie möchten Sie den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Hamburg und den Kolleginnen und Kollegen dieses unsoziale Vorgehen erklären?

Ein Feuerwehrbeamter, der auf dem Löschfahrzeug eingesetzt ist, kann nicht gleichzeitig mit dem Rettungswagen ausrücken!

Der Vorstand

*Antw. des Senats auf kl. Anfrage d. Abgeordneten Dennis Gladiator (CDU) vom 17.05.2016

 

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