Pressemitteilung 12.11.2015

Hamburg, 12.11.2015

Der Berufsverband Feuerwehr e.V. begrüßt die Entscheidung der Daimler AG das Kühlmittel R1234yf aus Sicherheitsgründen nicht mehr für ihre PKW-Klimaanlagen zu verwenden außerordentlich.

In seiner Eigenschaft als Vertretung der hauptberuflichen Feuerwehrleute hatte der Berufsverband Feuerwehr e.V. immer wieder vor den Gefahren, die mit der Verwendung dieses Mittels verbunden sind, gewarnt.

Wir haben im Interesse der Einsatzkräfte der Feuerwehren, aber auch im Interesse der Kräfte von Polizei und Rettungsdienst sowie der Ersthelfer und der Betroffenen stets gefordert, unabhängige Gutachten in Form von Crashtests bei Fahrzeugen durchzuführen, deren Motoren sich auf Betriebstemperatur befinden.

Die von uns geäußerte Befürchtung, dass sich bei einem Verkehrsunfall ohne Fahrzeugbrand das Kältemittel R1234yf an heißen Motorteilen entzünden könne und somit zu einer ernsten Gefahr für alle Beteiligten würde, wurde letztendlich in Tests unter Alltagsbedingungen von der Daimler Benz AG bestätigt.

Wir sind froh, dass sich die Warnungen des Berufsverband Feuerwehr e.V. bisher nur durch Tests und nicht durch Schäden an Personen bestätigt haben und beglückwünschen die Daimler AG zu ihrem verantwortungsbewussten Risikomanagement.

Es bleibt nun zu hoffen, dass sich die anderen deutschen Autohersteller diesem Schritt der Daimler AG im Interesse der Sicherheit anschließen werden.

Der Vorstand

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