Ortsverbände BV

Der Länderbeauftragte informiert:

Nach sehr intensiven Tätigkeiten zur Installation eines BV Ortsverbandes in Hannover, die Anfang des Jahres stattfanden, erfolgte am Mittwoch, den 08. Mai 2013, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des LV Hamburg ein Besuch der Landeshauptstadt im Freistaat Bayern.
Grund dafür war ein Gespräch mit Rechtsanwalt Hofstätter, Herrn Stadtrat Brannekemper sowie zwei Kollegen der BF München bezüglich der Probleme der Münchener Kolleginnen und Kollegen beim Ausgleich der rechtswidrigen Zuvielarbeit im Zeitraum 2001 bis 2006. Die in den Städten Hamburg und Braunschweig erzielten Ergebnisse wurden dargelegt und Strategien für die weitere Verfahrensweise in München entwickelt.

Ebenso wurde Erfahrungen mit alternativen Dienstplanmodellen (Wechselschichtsysteme) ausgetauscht. Hierbei wurde vom BV klargestellt, dass jedes Wechselschichtsystem mit zusätzlichen Kosten für die Kommune und großen gesundheitlichen Anstrengungen für die Mitarbeiter/innen verbunden sei. Ebenso ist der Wechsel eines Dienstplanes immer mit einer Gefahr für die Motivation verbunden. Auch hierbei konnte der BV auf die erzielten Ergebnisse und deren Auswirkungen verweisen.
Am 13. und 14. Mai wurde gemeinsam mit dem Vorsitzenden des OV Braunschweig die Berufsfeuerwehr Osnabrück besucht. Zunächst haben wir uns einen Einblick in die Situation der neuen Leitstelle verschafft. Danach erfolgte ein längeres Gespräch mit dem Leiter der Berufsfeuerwehr, Herrn Dipl.-Ing. Jürgen Knabenschuh.
An dieser Stelle noch einmal einen Dank an den Leiter der BF Osnabrück sowie an die Mitarbeiter auf der „bunten Leitstelle“ für die interessanten und offenen Gespräche.
Nachdem das Gästezimmer bezogen war, wurde eine Informationsveranstaltung zum BV angeboten.
Am nächsten Tag erfolgte nach dem gemeinsamen Frühstück mit der diensthabenden Wachabteilung eine zweite Informationsveranstaltung. Nach beiden Veranstaltungen entwickelten sich rege Gespräche, in deren Verlauf viele noch offene Fragen zur Arbeit des BV geklärt werden konnten.
Es waren für die BV´ler zwei sehr interessante Tage und wir haben uns in Osnabrück sehr wohl gefühlt und wurden sehr herzlich aufgenommen.
Neben Fernsehterminen und umfangreicher Pressearbeit zum Thema Kältemittel        HFO 1234 yf stattete der Länderbeauftragte am 24. Mai gemeinsam mit dem Vorsitzenden des OV Wolfsburg auf Einladung der Firma Honeywell deren Werk in Seelze ein Besuch ab. Dort wurde dann ein Gespräch über das Kältemittel und die aus Sicht des BV damit verbundenen Probleme geführt.
Im Verlauf dieses interessanten Gespräches (bei dem unter anderem auch die Werksfeuerwehr vertreten war) wurde zunächst über die unterschiedliche Gefahrenwahrnehmung durch Hersteller und Berufsverband gesprochen.
Einen besonderen Stellenwert hatte hierbei der kürzlich durchgeführte Crashtest des Opel Mocca, bei dem sich nach Aussage der Firma Honeywell trotz Leckage an der Klimaanlage keine Entzündung gezeigt hatte. Wir haben nochmals nachdrücklich darauf verwiesen, dass für den Berufsverband Feuerwehr e.V. nicht der PKW-Brand an sich das Problem darstellt, sondern die Bildung von HF durch Pyrolyse unterhalb der Zündtemperatur. Ebenfalls haben wir die diffuse Informationslage zu den Gefahren des neuen Kältemittels angemahnt.
Die Vertreter der Herstellerfirma boten die Vermittlung eines Kontaktes zum Kraftfahrtbundesamt an, um es dem BV zu ermöglichen, bei den Tests, die das Amt gemeinsam mit dem TÜV durchführen will, anwesend zu sein.
Dieses Angebot wurde angenommen und wir hoffen, dass es sich in die Tat umsetzen lässt.