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Daniel Dahlke

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13Juni

Schluss mit Vorleistungen auf Eure Kosten!!!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

leider beharrt das Personalamt darauf, dass eine Zahlung von Zulagen nach der absolvierten Ausbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter nicht möglich ist. Der Senator folgt leider dieser Argumentation!

Ihr geht mit eurem Engagement und der Bereitschaft, sich der Herausforderung zu stellen, in Vorkasse und damit muss jetzt endlich Schluss sein!!!
Wir – der Berufsverband Feuerwehr - fordern euch auf, keine Anträge zur Zulassung zur Prüfung bzw. Ergänzungsprüfung mehr zu stellen, bis unsere Forderungen erfüllt sind oder eine andere tragbare Lösung gefunden wurde.
Ob Beförderungen, Abschlussprämien, DuZ-, Wechselschichtzulage oder „Leichengeld“, wir Feuerwehrleute gehen immer wieder leer aus!!!
Deshalb fordern wir für den Bereich Notfallsanitäter:

• Abschlussprämie von 500 Euro für eine bestandene Ergänzungsprüfung
• Abschlussprämie von 750 Euro für eine bestandene Vollprüfung
• Zulage von 200 Euro/Monat für Notfallsanitäter als Funktionszulage
• Zulage von 250 Euro/Monat für Notfallsanitäter in der Funktion Praxisanleiter
• Statusamtliche Betrachtung und wenn nötig, eine Sonderlaufbahn Feuerwehr
Zu einer Ausbildung bzw. Förderungsfortbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter könnt Ihr nicht gezwungen werden, da hier die rechtliche Grundlage fehlt und eine Verpflichtung zum Abschluss eines Berufes gegen Artikel 12 (Freie Berufswahl) des Grundgesetzes verstößt. Sollte von Seiten eurer Vorgesetzten unangemessen Druck aufgebaut werden, bitten wir euch, sich bei uns zu melden.
Unseren Mitgliedern wird im Falle der Androhung von dienstrechtlichen Konsequenzen juristischer Beistand gestellt.

Begründung:

Aus unserer Sicht steht euch diese Zulage zu! Bisher wurden offensichtlich gravierende Aspekte nicht betrachtet. Durch die Einführung des Berufsbildes der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters und die damit verbundene zusätzliche Qualifikation mit anschließender staatlicher Prüfung bzw. Ergänzungsprüfung müsst ihr unter anderem folgende Maßnahmen beherrschen und anwenden können:

• Reanimation mit Legen eines Zugangs in Venen und Knochenmarkshöhlen
• Atemwegssicherung bis zur Intubation
• Anbringen von Blutsperren und Abbindung von lebensbedrohlichen Blutungen
• Anbringen von Beckenschlingen
• Anlegen von Lungendrainagen
• Unterstützung und Begleitung von Geburtsvorgängen
• Wechsel von Trachealkanülen bei Luftröhrenschnitten
• Beherrschung von diversen Medikamenten von kristalloiden Infusionen über H1 und H2 Blocker, Beta2 -Sympathomimetika und Ipratropiumbromid bis zu Benzodiazepinen und Opiaten
Der Berliner Politik ist klargeworden, dass aus der Art der oben genannten Aufgaben mit der Wahrnehmung der Funktion einer Notfallsanitäterin oder eines Notfallsanitäters auch ein hohes Maß an Verantwortung verbunden ist und monetär honoriert werden muss.

Es ist offensichtlich, dass die Tätigkeit von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern unmittelbare Auswirkungen auf den Gesundheitszustand der Notfallpatientinnen und Notfallpatienten hat. Die in der Verantwortung der Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter liegenden Maßnahmen entscheiden oft über Leben und Tod. Auch die Anforderungen, die an die Selbstständigkeit gestellt werden, sind weitaus höher, als die, die an alle anderen Funktionen der Ämter in den jeweiligen Besoldungsgruppen gestellt werden.

Deshalb müssen sich die Verantwortlichen endlich der Situation stellen und euch das zukommen lassen, was euch zusteht!!!

Der Vorstand

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