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17September

Pressemitteilung des Berufsverband Feuerwehr zum Schiffsbrand auf der ARAUCO

Brand auf der CCNI Arauco gelöscht – Engagierte Hamburger Feuerwehr trotz ihren Ausstattungsdefiziten

Der Einsatz der Feuerwehrkräfte war mit 83 Stunden außergewöhnlich lang. Dennoch war die Situation auf der CCNI Arauco zu keiner Zeit außer Kontrolle. Von einer drohenden Katastrophe kann keine Rede sein. Die Politik ist aber aufgefordert, den Brandverlauf genau zu analysieren und sichtbare Ausstattungsmängel bei der Hamburger Berufsfeuerwehr abzustellen.

Der Brand auf dem Containerriesen CCNI Arauco war eine große Herausforderung für Personal und Material der Hamburger Feuerwehr. Die zum großen Teil bekannten Defizite wurden erneut in Erinnerung gerufen. Vor allem die zu dünne Personaldecke und das seit Jahren fehlende große Löschboot. Dabei sind Schiffe in der Größenordnung der Arauco mittlerweile Standardbesucher im Hamburger Hafen und gehört schon lang nicht mehr zu den größten Einheiten. Das am Rossdamm stationierte Hafen-Löschfahrzeug fiel im Februar 2014 dem Personalmangel und der Umstrukturierung ersatzlos zum Opfer. Ebenfalls fehlt der vom Berufsverband Feuerwehr (BvFw) geforderte Bereitschaftszug, um eine so personalintensive Einsatzlage zu entzerren.
Deshalb konnten die erschöpften Einsatzkräfte, nicht wie üblich bei solchen Lagen, nach 4 bis 6 Stunden aus dem Einsatz herausgelöst werden. Durch das Zusammenziehen der Einsatzkräfte im Hafen, wie dem zeitgleichen Großfeuer in der Süderstraße wurde sehr deutlich, wie schmal der Grat ist, auf dem sich die Feuerwehr zurzeit bewegen muss.

Die angeblichen Verzögerungen beim Einsatz des Schaummittels sind durch die logistische Herausforderung, eine so große Menge an Schaummittel zu organisieren und im Einsatzfall zu nutzen, gut begründet. Der BvFw fordert die politisch Verantwortlichen auf, dies aufzuarbeiten.

Der BvFw sieht keinerlei Anlass zur Kritik an dem einsatztaktischen Vorgehen der Feuerwehr. Jede Einsatzlage entwickelt sich dynamisch. Getroffene Maßnahmen müssen kontinuierlich an die sich ändernde Gesamtlage angepasst werden. Genau dies führte, auch in diesem Fall zum Erfolg.

Der Vorstand

 

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08September

Kritik nach Schiffsbrand!!!

Landesvorsitzender Dahlke zum Schiffsbrand der „ARAUCO“ im Hamburger Hafen.

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Frachter-Brand-befeuert-Kritik-an-Loeschboot-Flotte,feuer3126.html

Quelle: NDR Hamburg Journal 05.09.2016

13Juni

Schluss mit Vorleistungen auf Eure Kosten!!!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

leider beharrt das Personalamt darauf, dass eine Zahlung von Zulagen nach der absolvierten Ausbildung zur Notfallsanitäterin bzw. zum Notfallsanitäter nicht möglich ist. Der Senator folgt leider dieser Argumentation!

Ihr geht mit eurem Engagement und der Bereitschaft, sich der Herausforderung zu stellen, in Vorkasse und damit muss jetzt endlich Schluss sein!!!
Wir – der Berufsverband Feuerwehr - fordern euch auf, keine Anträge zur Zulassung zur Prüfung bzw. Ergänzungsprüfung mehr zu stellen, bis unsere Forderungen erfüllt sind oder eine andere tragbare Lösung gefunden wurde.
Ob Beförderungen, Abschlussprämien, DuZ-, Wechselschichtzulage oder „Leichengeld“, wir Feuerwehrleute gehen immer wieder leer aus!!!
Deshalb fordern wir für den Bereich Notfallsanitäter:

31Mai

Schriftliche Kleine Anfrage des Abgeordneten Dennis Gladiator (CDU) vom 23.05.16

und Antwort des Senats

- Drucksache 21/4539 -

Betr.: Schutz von Feuerwehrleuten vor erhöhtem Krebsrisiko

Einsatzkräfte der Feuerwehr sind häufig mit Schadstoffen, insbesondere im Brandrauch konfron-tiert. Ruß, Asbest, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und andere Gifte können das Erbgut verändern und Krebs auslösen. Durch die Vielzahl an enthaltenen Stoffen im Brandrauch ist eine Zuordnung als Ursache für einzelne Krebsarten schwierig bis nahezu unmöglich. Be-günstigt wird das erhöhte Krebsrisiko durch eine fehlende schwarz-weiß-Trennung bereits an der Einsatzstelle, eine Kontaminationsverschleppung und den kargen und zudem überalterten Wä-sche-Pool an den Wachen, wodurch sich die Tragezeiten der persönlichen Schutzausrüstung (PSA) bei den Einsatzkräften noch verlängert.

Vor diesem Hintergrund frage ich den Senat:

Der Einsatz der Angehörigen der Feuerwehr bei Bränden und technischen Hilfeleistungen erfordert eine gute und zeitgemäße Schutzausrüstung. Die zuständige Behörde verfolgt daher die Ausstattung mit und den Erhalt der Funktionsfähigkeit der Schutzausrüstung mit besonderer Priorität, wie zuletzt die Ausstattung mit Kohlenmonoxid(CO)-Warngeräten, die Umstellung des Schutzmaskenkonzeptes und die Ausstattung mit moderner Feuerwehrbekleidung. Entsprechend erfolgt für die Ausstattung der Angehörigen der Feuerwehr mit sog. V-Force-Schutzanzügen, die für den gesamten Feuerwehrbereich kontinuierlich betrieben wird. Hierbei handelt es sich nach feuerwehrfachlicher Beurteilung um Anzüge mit einer dem Stand der Technik entsprechenden Schutzwirkung für die Feuerwehrangehörigen. Eine helle oder dunkle Farbgebung ist dabei nach feuerwehrfachlicher Beurteilung für die Erkennbarkeit von Beaufschlagungen nach Bränden weder vor- noch nachteilig, weil nach entsprechend Einsätzen grundsätzlich eine Reinigung der Anzüge erfolgen soll. Nach einer fachgemäßen Reinigung erfolgt vor jedem Wiedereinsatz der Anzüge einerseits eine Sichtkontrolle durch das Reinigungsunternehmen auf Beschädigungen und darüber hinaus eine Kontrolle durch den Nutzer auf die Einsatzfähigkeit des Schutzanzuges. Die Reinigung durch ein zertifiziertes Unternehmen gewährleistet die Entfernung ent-sprechender Beaufschlagungen. Eine Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit eines Anzuges entsteht in erster Linie durch Beschädigungen an Stoff, Verschlüssen oder Funktionsteilen, die durch Sicht- und Funktionskontrolle erkennbar sind. Bei solchen Beschädigungen erfolgt, soweit möglich, eine Reparatur. Soweit dies nicht mehr sinnvoll oder möglich ist, wird der Anzug ausgesondert. Eine Funk-tionsuntauglichkeit durch Stoffalterung/Stoffverschleiß, die durch äußere Sicht-/Funktionskontrolle nicht bemerkt werden kann, wurde bisher nicht festgestellt und vom Hersteller auch nicht durch ein Aussonderungsdatum vorgegeben.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt:

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17Mai

Pressemitteilung 13.05.2016

Sind Hamburgs Feuerwehreinsatzkräfte ausreichend vor krebserregendem Brandrauch geschützt?

Nach dem Feuer im Hamburger Stadtteil Veddel vom vergangenen Sonnabend bei dem eine Lagerhalle bis auf die Grundmauern niedergebrannt war, stellt sich nicht nur die Frage, ob und wieweit der Brandrauch Partikel des krebserregenden Asbests enthalten hat, sondern auch, ob die Einsatzkräfte der Hamburger Feuerwehr generell ausreichend vor krebserregendem Brandrauch und damit vor einer Aufnahme karzinogener Stoffe über die Haut geschützt sind.

Die Antwort auf die Frage lautet „Nein!“
In der Halle wurden unter anderem Schausteller-Ausrüstung, Baustoffe und Polystyrol gelagert.
„Alles Gegenstände, die aus Materialien hergestellt wurden, die bei einem Feuer krebserregende Substanzen im Brandrauch freisetzen. Keiner weiß, was für ein Giftcocktail bei einer Reaktion unter Einwirkung von Hitze und Löschwasser entsteht!“, so Marcus Bätge, der im Berufsverband Feuerwehr e.V. für die Bereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsangelegenheiten, Schwerpunkt berufsbedingte Krebserkrankungen bei Feuerwehreinsatzkräften, zuständig ist.
Bätge weiter: “Die „modernen Feuer“ sind durch den überwiegenden Kunststoffanteil in den Produkten gefährlicher als noch vor 10 Jahren“.

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